Bruststraffung (Mastopexie)

Veröffentlicht in Brustkorrekturen

BruststraffungEine Bruststraffung ist dann sinnvoll, wenn die Brüste z.B. nach Schwangerschaft oder einem größeren Gewichtsverlust an Volumen verloren haben, die Brusthaut schlaffer geworden ist und die Brustwarzen abgesunken sind.

Bei einer Mastopexie wird überschüssige Haut entfernt, die Brüste angehoben und gestrafft um sie so dem Körper insgesamt besser anzupassen. Evtl. ist es manchmal angezeigt zusätzlich ein Brustimplantat einzubringen, um der Brust insgesamt mehr Volumen zu geben.

Die folgenden Informationen sollen Ihnen einen ersten Einblick in dieses Behandlungsverfahren geben. Für ausführlichere Informationen darüber, wie diese Behandlung Ihnen helfen kann, vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Beratungstermin.

FAQHäufig gestellte Fragen zum Thema Bruststraffung haben wir für Sie nachfolgend zusammengestellt:




Was kann eine Bruststraffung erreichen?

    Durch eine Mastopexie kann Ihren Brüsten zuverlässig eine straffere, vollere und schönere Form zurückgegeben werden. Viele Frauen finden, dass Sie keinen Büstenhalter mehr brauchen um sich bequem zu kleiden und gut auszusehen.

    Was geschieht bei der persönlichen Beratung?

      Während der persönlichen Beratung haben Sie die Gelegenheit, mit uns über die Änderungen zu sprechen, die Sie am Aussehen ihrer Brüste gerne vornehmen lassen möchten. Da es sich hierbei um eine sehr persönliche Entscheidung, nehmen Sie sich bitte die Zeit Ihre Bedenken und Vorstellungen genau zu besprechen, insbesondere auch was die gewünschte Größe und Form Ihrer Brüste betrifft. Nehmen Sie Fotos mit um uns zu zeigen, welche Brustgröße Ihnen zusagt. Sagen Sie uns bitte, ob Sie derzeit Medikamente einnehmen und ob Vorerkrankungen bestehen.

      Währen der Beratung werden wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten die Sie haben, aufzeigen. Wir werden mit Ihnen die Operation selbst im Detail besprechen, Ihnen die Risiken und Grenzen vor Augen führen und auch über die notwendige Narkoseform mit Ihnen sprechen.

      Wir werden Ihre Brüste untersuchen, messen und Fotos zur Dokumentation anfertigen. Evtl. werden wir Sie auch bitten, eine neue Mammographie durchführen zu lassen. Desweiteren besprechen wir mit Ihnen  auch die neue Position der Brustwarzen und Sie fragen, ob Sie eine Verkleinerung der Brustwarzenhöfe (Areolae) wünschen. Falls es bei Ihnen sinnvoll erscheint, werden wir Sie auch darauf aufmerksam machen, dass zusätzlich Brustimplantate verwendet werden können um Ihre Brüste gleichzeitig zu vergrößern.

      Stellen Sie bitte alle Fragen, die Sie zu dieser Behandlungsform haben. Anhand dieser Informationen können Sie sich dann weitere Gedanken machen und eine Entscheidung treffen.

      Wie wird eine Bruststraffung durchgeführt?

        Es gibt eine Reihe von verschiedenen Techniken zur Bruststraffung, die abhängig von Ihrer Brustform- und Größe sowie dem Grad der Brusterschlaffung (sog. "Ptose") angewendet werden können.

        Bei der Operation wird überschüssige Haut um die Brustwarzenvorhöfe und je nach Befund auch im Bereich der Brustbasis entfernt. Der Brustdrüsenkörper wird dann neu geformt, angehoben und evtl. auf der Unterfläche befestigt. Die Haut wird dann teilweise entfernt und gestrafft und die Brust so neu geformt. Je nachdem kann noch ein Brustimplantat eingebracht werden, um die Brustprojektion zu verbessern und die Haut noch weiter zu glätten. Im Zuge dieser Operationsschritte wird die Brustwarze angehoben und in einer höheren Position fixiert.

        Prinzipiell gibt es folgende Arten der Bruststraffung: die periareoläre (konzentrische) Mastopexie für Frauen mit kleinen und wenig hängenden Brüsten, die vertikale und die klassische Mastopexie. Allgemein kann gesagt werden, dass je ausgedehnter die Hautschnitte sind, desto umfangreicher kann eine Neuformung der Brust durchgeführt werden. Das bedeutet, dass bei Frauen, die eine stark überdehnte Haut und ein starkes Hängen der Brüste aufweisen, mit kleineren Schnitten nicht genügend Haut entfernt werden kann. In solchen Fällen sind einfach größere, klassische Hautschnitte nötig, die zu umgekehrt T-förmigen Narben führen.

        Wie funktioniert eine klassische Mastopexie?

          Bei Frauen mit größeren oder stärker hängenden Brüsten mit einem großen Hautmantel ist eine klassische ankerförmige Bruststraffungs-Technik die Behandlung der Wahl.

          Wir werden zunächst eine Art Schlüsselloch-Muster oberhalb des Warzenvorhofs anzeichnen. Darunter wird er eine ankerförmige Linie legen, die zu beiden Seiten der Brust ausläuft. Diese Linien werden dann eingeschnitten und die Haut zu beiden Seiten über der Brustdrüse vorsichtig abgelöst. Überschüssige Haut und Brustgewebe werden dann entfernt und die Brustdrüse selbst neu geformt und angehoben. Die Haut wird dann um den Warzenhof sowie nach unten und seitlich entlang der neu gebildeten Unterbrustfalte wieder vernäht.

          Was sind periareoläre und vertikale Mastopexie?

            Bei Frauen mit kleinen und kaum hängenden Brüsten können diese Techniken, bei denen weniger Hautschnitte benötigt werden, angewendet werden. Zunächst werden ovale Linien auf die Haut um den Warzenhof angezeichnet und dann eingeschnitten. Die Haut um den Warzenvorhof wird dann entfernt. Je nach Befund wird dann noch die Haut seitlich vom Brustgewebe gelöst und die Brustdrüse selbst neu geformt und angehoben. Die Haut wird dann wieder an den Warzenhof genäht.

            Manchmal bilden sich kleine Fältchen um den Warzenvorhof aus, weil mehr Haut vorhanden ist als nötig. Man kann sich das so vorstellen wie wenn man versuchen würde den Rand eines Loches in einem Stück Stoff auf ein kleineres rundes Stück Stoff in der Mitte zu steppen. Oder als wenn man einen Gürtel so eng schnallen würde, dass sich Falten im Hosenbund bilden. Diese kleinen Fältchen verschwinden in den meisten Fällen jedoch innerhalb von einigen Wochen bis Monaten wenn der Hautmantel sich an die neue Form und das Gewicht der Brust gewöhnt. Wenn bereits in der Operation abzusehen ist, dass ein zu großer Hautüberschuss vorliegt, werden wir den Hautschnitt vertikal nach unten bis knapp oberhalb der Unterbrustfalte verlängern. Die überschüssige Haut wird dann zu beiden Seiten dieses Schnittes entfernt und die Haut wieder vernäht. Trotz dieses zusätzlichen vertikalen Hautschnitts hinterlässt dieses Verfahren weniger Narben als die herkömmliche ankerförmige Bruststraffungs-Technik.

            Wie lange dauert die Operation?

              Eine beidseitige Bruststraffung dauert ca. 3-4 Stunden. Die Dauer der Operation hängt von der verwendeten Technik, der Größe der Brüste und davon ab ob zusätzlich Brustimplantate verwendet werden.

              Muss ich im Krankenhaus bleiben?

                Wahrscheinlich nicht. Die meisten Bruststraffungs-Operationen können ambulant erfolgen. Sie können nach einigen Stunden aus der Tagesklinik wieder entlassen werden und abgeholt werden. Wenn jedoch relativ viel Gewebe zu entfernen ist, werden wir Ihnen anraten, über Nacht in der Klinik zu bleiben, wo Sie nach der Operation medizinisch überwacht werden können.

                Diese Operation wird meist in Vollnarkose durchgeführt. Wenn nur kleinere Hautschnitte erforderlich sind, kann die Operation evtl. auch mit örtlicher Betäubung und intravenöser Gabe von Beruhigungsmitteln durchgeführt werden.

                Wie viel Schmerzen werde ich haben?

                  Sie werden für 2-3 Tage eine Art Wundsein verspüren. Dieses unangenehme Gefühl ist in den ersten 48 Stunden am stärksten. Die leichten Schmerzen lassen sich jedoch gut mit Schmerzmitteln behandeln und werden von Tag zu Tag besser.

                  Was habe ich nach der Operation zu erwarten?

                    Gleich nach der Operation werden Sie die Veränderung der Form Ihrer Brüste bemerken. Die meisten Patientinnen sind schon unmittelbar nach der Operation sehr zufrieden. Eine gewisse Verminderung der Sensibilität ist nach dem Eingriff normal und kann auch auf Dauer so fortbestehen, die meisten Frauen fühlen aber das es das wert ist. Sie müssen für einige Wochen bis Monate einen speziellen Stütz-BH tragen, um die Brust während der Heilungsphase zu unterstützen und zu formen.

                    Wie lange dauert es, bis ich mich von allem wieder erholt habe?

                      Der Wundverband und die eingelegten Drainagen werden nach einigen Tagen entfernt und Sie tragen dann nur noch den Stütz-BH. Sie werden blaue Flecken bemerken sowie manchmal plötzlich einschießende Schmerzen haben. Ihre Brustwarzen werden sich zeitweise taub anfühlen. Diese Zustände bessern sich in den nächsten Wochen.

                      In den ersten Tagen müssen Sie Ihre Aktivitäten und Bewegungen einschränken, um unnötige Spannung von der Wunde und den Nähten zu nehmen. Die meisten Frauen können nach etwa 2 Wochen wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, wobei auch dann noch das Überkopfnehmen der Arme und anstrengende Bewegungen für mehrere Wochen unterbleiben sollten, um die Wundheilung nicht zu stören. Wir werden Ihnen mitteilen, wann Sie wieder Ihre normale Routine aufnehmen können.

                      Der Großteil der Schwellung, blauen Flecken und einschießenden Schmerzen sollte innerhalb von 3-6 Wochen verschwinden. Es kann jedoch bis zu einem Jahr dauern bis Ihre Brüste ihre endgültige Form erreicht haben und Sie sich an das Gefühl gewöhnt haben. Mit der Zeit werden die Hautnarben abblassen, aber sie werden für mehrere Monate gerötet und erhaben bleiben.

                      Wie sieht das langfristige Ergebnis bei den meisten Patientinnen aus?

                        Nach der Operation werden Ihre Brüste voller und schöner geformt sein. Die resultierenden Hautnarben werden so klein und versteckt wie möglich geplant und sollten - auch wenn es in Einzelfällen zu ungünstiger Narbenheilung kommt - im Normalfall später nur noch als feine weiße Linien zu erkennen sein.

                        Einige Patientinnen, die zunächst eine Brustvergrößerung wünschen, brauchen eigentlich eine Bruststraffung um ein optimales kosmetisches Ergebnis zu erlangen. Wir werden Ihnen dabei helfen, die beste Entscheidung zu finden. Für weitere Informationen über Brustimplantate können Sie sich auf der Seite Brustvergrößerung informieren.

                        Evtl. werden Ihnen leichte Größen- oder Formunterschiede Ihrer Brüste auffallen. Bitte vergessen Sie aber nicht, dass der Körper nie absolut symmetrisch ist und eine kosmetische Operation diese vorgegebenen Unterschiede nur teilweise verändern kann.

                        Die Qualität der Narbenheilung und die Annahme bleibender Narben durch die Patientin sind leider nicht vorhersehbar. Bei einer Bruststraffung wird eine schönere und angehobene Brust sozusagen gegen bleibende Narben eingetauscht, die wie bereits gesagt einige Zeit benötigen, um flach und blass zu werden und manchmal auf Dauer sichtbar bleiben.

                        Wie lange hält das Ergebnis an?

                          Eine Bruststraffung kann die Brust natürlich nicht auf Dauer fest und straff machen. Ihre Brüste werden aber auf jeden Fall jugendlicher und voller sein als vor einer Operation. Die Auswirkungen von Schwerkraft, Schwangerschaften und Gewichtsveränderungen werden sich jedoch über die Zeit weiterhin auf die Form Ihrer Brüste auswirken.

                          Welches sind die idealen Patientenvoraussetzungen?

                            Im Allgemeinen sind Frauen für eine Bruststraffung am besten geeignet, die:

                            • über 18 Jahre alt sind
                            • eine überdehnte und schlaffe Brusthaut haben
                            • in den letzten Jahren an Brustvolumen verloren haben
                            • nicht beabsichtigen viel Gewicht zu verlieren, schwanger zu werden oder zu stillen
                            • z.Zt. nicht schwanger sind und nicht stillen
                            • in gutem allgemeinen und psychischem Zustand sind
                            • ihr Aussehen verbessern wollen
                            • realistische Erwartungen haben

                            Welche Risiken bestehen bei einer Bruststraffung?

                              Eine Bruststraffung (Mastopexie) ist ein relativ sicheres Verfahren, aber natürlich ist kein chirurgischer Eingriff absolut ohne Risiko. Spezielle Risiken, die bei einer Bruststraffung bestehen, sind folgende:

                              • dauerhafte und erkennbare Narben
                              • unsymmetrische Brustgrößen und Brustwarzenpositionen
                              • Wundheilungsstörungen oder Gefühlsminderung im Bereich der Brustwarzen
                              • Absterben von Gewebe im Bereich des Warzenhofs und der Brustwarze (selten)
                              • Risiken in Zusammenhang mit Brustimplantaten (falls verwendet).

                              Hinzu kommen allgemeine Risiken, die bei jeder Operation mit Narkose bestehen, wie z.B. Blutungen, Infektionen oder Narkosereaktionen.