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Kosmetische Chirurgie - Gesicht


Hautunterspritzungen

Fast jeder Mensch hat irgendwelche Hautunebenheiten. Bei einigen Menschen sind jedoch unangenehmerweise Falten, Aknenarben oder Narben von Verletzungen sehr sichtbar. Früher gab es praktisch keine praktikablen Möglichkeiten, diese Hautunebenheiten zu entfernen oder zumindest zu verbessern. Heutzutage gibt es jedoch eine Reihe von Behandlungsmethoden, um eine ebenere und schönere Haut zu bekommen. Wenn Sie sich für eine Hautunterspritzungsbehandlung zur Glättung ihrer Haut interessieren, können Ihnen die folgenden Informationen einen ersten Einblick in diese Behandlungsverfahren geben. Für ausführlichere Informationen darüber, wie diese Behandlungen Ihnen helfen können, vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Beratungstermin.

Was kann mit Hautunterspritzungen erreicht werden?

Der Hauptvorteil dieser Behandlungsform ist die Entfernung von Hautfältchen und Hauteinziehungen. Dadurch können natürliche Konturen wiederhergestellt werden und ein jugendlicheres Aussehen erreicht werden. Mittels einer Hautunterspritzungs- Behandlung können zwei verschiedene Arten von Hautfalten behandelt werden: "dynamische" Falten, die durch unter der Haut liegende Muskelbewegungen verursacht werden ("Lachfältchen" um die Augen, den Mund und auf der Stirn) und "statische" Falten, die durch die Schwerkraft bedingt sind (hängende Hautfalten). Es gibt zur Unterspritzung eine Reihe unterschiedlicher Substanzen, die alle verschiedene Vor- und Nachteile haben und nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt sind:

Wie wird eine Lippenvergrößerung durchgeführt?

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Lippenkorrekturen, jede mit bestimmten Vorteilen und Grenzen, worauf im folgenden näher eingegangen werden soll.

Unterspritzungen:

Bei Unterspritzungsverfahren wird die Lippe mit einer weichen Substanz gefüllt, um ein volleres Aussehen zu erreichen. Die derzeit am häufigsten verwendeten injizierbaren Substanzen sind unten aufgeführt. Man unterscheidet zwischen auflösbaren ("resorbierbaren") und dauerhaften ("nicht-resorbierbaren" oder permanenten) Substanzen.

Auflösbare Substanzen:

Hyaluronsäure ist eine biotechnisch hergestellte, gelatineartige Substanz aus Hahnenkämmen, die nach heutigem Wissen keine Allergien oder sonstige Abstoßungsreaktionen auslösen kann. Hyaluronsäure wird in die Lippe mit einer kleinen Nadel eingespritzt. Weil der Körper langsam die Hyaluronsäure abbaut, halten die Resultate im allgemeinen zwischen fünf und sechs Monaten. Das Verfahren kann je nach Bedarf wiederholt werden. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen soll der Körper durch die Behandlung zur Produktion eigener Hyaluronsäure angeregt werden.

Kollagen aus behandelter Rinder-Haut wird für Kollagenunterspritzungen verwendet um die Lippen vorübergehend zu vergrößern. Obgleich es gereinigt wird, kann dieses Kollagen allergische Reaktionen in einigen Patienten verursachen. Aus diesem Grund sollte ein Empfindlichkeits-Test vor der tatsächlichen Lippenkorrektur durchgeführt werden. Durch den Hersteller wird garantiert, dass die Substanz BSE frei ist. Kollagen wird in die Lippe ebenfalls mit einer dünnen Nadel eingespritzt. Weil der Körper das Kollagen auch langsam abbaut, halten die Resultate im allgemeinen zwischen sechs und sieben Monaten. Das Verfahren kann je nach Bedarf wiederholt werden. Durch die fehlende Allergiegefahr hat sich Hyaluronsäure gegenüber Kollagen in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt.

Dauerhafte Substanzen:

Die Industrie "erfindet" ständig "neue" dauerhafte Filler, mit denen jedoch dann immer nur wenig klinische Erfahrungen vorliegen. Dr. Michael Kremer hat sich auf die dauerhafte Unterspritzung von Lippen mit hoch-reinem, CE-zertifizierten Silikonöl (PMS 350) spezialisiert, über welches nunmehr klinische Erfahrungen seit über 15 Jahren vorliegen. Insgesamt ist Silikon, d.h. eigentlich das SilikonPolymer Polysiloxane, seit über 40 Jahren erforscht, es gehört mit mehreren 100.000 Behandlungen weltweit zu den am besten untersuchten Füllmaterialien. Es ist eine neutrale Substanz, die weder Allergien noch bösartige Reaktionen im Körper auslöst, auch verbleibt es am Implantationsort, d.h. es wandert nicht im Körper. Beim Unterspritzen werden sog. "Mikro-Implantate" gesetzt, die vom Körper innerhalb von 6-8 Wochen mit körpereigenem Bindegewebe ummantelt werden. Das neu gebildete Gewebe wird von kleinen Blutgefäßen versorgt, danach kommt es zu keiner weiteren Gewebeneubildung. Das Besondere an PMS 350 ist, dass das Volumen, welches benötigt wird, nicht durch das Material selbst entsteht, sondern durch das neue körpereigene Bindegewebe. Daher muss zunächst eine Unterkorrektur angestrebt werden, bis die durch körpereigenes Bindegewebe bedingte Volumenzunahme beendet ist. Dann kann entschieden werden, ob eine weitere Unterspritzung notwendig ist. Im Rahmen einer Studie über 1582 Injektionen von Silikon PMS 350 von 1993 - 1999 wurden im Mittel 1,5 ml, d.h. 1,5 Ampullen zur Lippenvergrößerung verwendet. Das Silikonöl muss ausreichend tief unterspritzt werden, damit keine Unregelmäßigkeiten an der Oberfläche sichtbar werden. Silikonöl kann wie andere dauerhaft eingespritzte Substanzen nicht wieder entfernt werden, der Volumeneffekt unterliegt aber der natürlichen Alterung des Bindegewebes, so dass auf Dauer evtl. weitere Unterspritzungen gewünscht werden.

Wir lehnen eine Unterspritzung mit den Mitteln Dermalife und Artecoll ab, da wir regelmäßig Patienten in unserer Sprechstunde sehen, die nicht mehr wieder gut zu machende Fremdkörperreaktionen durchgemacht haben, die mit Verdickungen und Verfärbungen der Haut einhergehen. Diese Fremdkörperreaktion als Reiz auf diese eingebrachten Materialien ist eine andere als die nach CE-zertifiziertem Silikonöl. Diese sehr unschönen Folgezustände sind leider nur mit operativen Ausschneidungen dieser entstellten Bereiche möglich, was zu dauerhaften Narben führt.

Eine dauerhafte Methode, die jedoch reversibel ist, ist das Einziehen von weichen Kunststofffäden aus PTFE (Avanta™, SoftForm™, Goretex™). Dies Materialien werden meist in örtlicher Betäubung in die Ober- und/oder Unterlippe eingezogen, dazu wird ein kleiner Schnitt im Bereich der Mundwinkel gemacht. Das Material wird dann in die Form eines kleinen Schlauches gebracht und mit einer speziellen Nadel eingesetzt. Das Material bleibt unverändert ortständig, weil sich Narbegewebe um das Material herum bildet. Dies ermöglicht auch eine leichte Entfernbarkeit, falls dies später einmal erwünscht sein sollte oder falls eine Infektion auftritt, was in 2-5% passieren kann und dann eher in den ersten Wochen nach der Behandlung auftritt. Als Nachteil muss gegenüber beispielsweise Silikonöl genannt werden, dass die Lippe nicht konturiert werden kann, d.h. es können spezielle Bereiche nicht besonders betont werden oder Seitenasymmetrien ausgeglichen werden, da der Faden, den es in Dicken zwischen 2 und 5 mm gibt, als ganzes eine Volumenvermehrung macht.

Botulinum-Toxin A ist dahingehend einzigartig als dass es dynamische Falten durch eine zeitweise Lähmung der darunter liegenden kleinen Gesichtsmuskeln verschwinden lässt. Es verhindert also die wiederholten Muskelkontraktionen, die zur Ausbildung von Hautfältchen führen. Botulinum-Toxin A wird aus Bakterien gewonnen, die das Nahrungsmittelgift Botulinum Toxin A produzieren. Es wird zumeist unter Hautfältchen im Bereich der Stirn und um die Augen herum gespritzt, wird aber auch im Bereich von Lippen, Nase, Kinn und Hals verwendet. Botulinum-Toxin A ist selbstverständlich in der verabreichten Konzentration gefahrlos und löst keinerlei Vergiftungserscheinungen aus.

Eigenfett-Unterspritzungen werden ebenfalls mit kleinen Nadeln in die Lippen vorgenommen. Das verwendete Fett wird von einem anderen Bereich des Körpers geholt - häufig vom Bauch, der Taillenregion oder den Oberschenkeln - und wird gereinigt, bevor es in die Lippen eingespritzt wird. Ein Vorteil dieses Verfahren ist, dass es keine Möglichkeit einer allergischen Reaktion gibt. Prinzipiell kann das Ergebnis einer Eigenfett-Unterspritzung als dauerhaft bezeichnet werden, wenn man berücksichtigt, dass etwa 60-70% der eingespritzten und sehr empfindlichen Fettzellen überleben. Aus diesem Grund muss bei der Unterspritzung zunächst überkorrigiert werden, um den anzunehmenden Volumenverlust über die ersten Monate zu kompensieren.

Was geschieht bei der persönlichen Beratung?

Während der persönlichen Beratung haben Sie die Gelegenheit, über die Änderungen zu sprechen, die Sie an Ihrem Aussehen gerne vornehmen lassen möchten. Wir werden Ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten, die Verfahren und die dafür notwendige Betäubungsform sowie die jeweiligen Risiken und Grenzen erklären.

Stellen Sie bitte alle Fragen, die Sie zu dieser Behandlungsform haben. Anhand dieser Informationen können Sie sich dann weitere Gedanken machen und eine Entscheidung treffen.

Wie werden Hautunterspritzungen durchgeführt?

Unterspritzungen werden meist zwischen die Lederhaut- und Fettschicht der Haut gemacht. Die Substanz, die für Sie in Betracht kommt, wird zunächst in eine Spritze aufgezogen. Eine dünne Hautnadel wird dann unter der Haut platziert und das Material wird entlang der entsprechenden Hautfalte, Narbe oder des eingezogenen Hautareals eingespritzt. Das eingebrachte Material unterfüttert und strafft die Haut und verbessert dadurch die Hautkontur. Botulinum-Toxin A wird direkt in die überaktiven Gesichtsmuskeln eingespritzt, welche für die Faltenbildung in der darüber liegenden Haut verantwortlich sind. Eine Betäubung ist bei einer Botulinum-Toxin A-Behandlung nicht notwendig.

Wo werden Hautunterspritzungen durchgeführt?

Hautunterspritzungs-Behandlungen werden zumeist ambulant in der Praxis durchgeführt. Bei ausgedehnteren oder Kombinationsbehandlungen kann evtl. eine zusätzliche Verabreichung von Beruhigungsmitteln zur örtlichen Betäubung notwendig sein.

Wie lange dauert eine Behandlung?

Die Behandlungsdauer hängt vom Umfang der Behandlung ab, liegt aber meist zwischen 15 und 60 Minuten.

Wie viel Schmerzen werden Sie haben?

Die individuelle Schmerzempfindung bei einer Unterspritzungs-Behandlung variiert von Patient zu Patient und wird meist mehr als unangenehm denn schmerzhaft beschrieben. Meistens können Unterspritzungen ohne Betäubung durchgeführt werden.

Was haben Sie nach der Behandlung zu erwarten?

In den ersten 24-48 Stunden kommt es zu einer normalen Schwellung und Rötung. Auch ein Jucken oder ein leicht unangenehmes Gefühl sind nicht ungewöhnlich.

Wie lange dauert es, bis Sie sich von allem wieder erholt haben?

Die Erholungszeit nach einer Unterspritzungsbehandlung ist recht kurz. Hautunterblutungen sind selten und die Schwellung hängt vom Umfang der Behandlung ab. Patienten sollten keine Aktivitäten ausüben, die die Injektionszone belasten. In den ersten Tagen sollten schwere körperliche Anstrengungen unterbleiben, ebenso wie Alkoholgenuss.

Ideale Patientenvoraussetzungen:

Am besten sind Patienten für eine Unterspritzungsbehandlung geeignet, die

  • Narben, Falten oder erschlaffte Gesichtshaut haben.
  • jugendliche Fülle oder hohe Konturen im Gesicht verloren haben.
  • allgemein gesund sind.
  • psychisch stabil sind.
  • ihr Aussehen verbessern wollen.
  • realistische Erwartungen über das Ergebnis haben.

Bitte nicht vergessen:

  • Sagen Sie bitte unbedingt, ob Sie Allergien haben (Nahrungsmittel, Medikamente, andere Substanzen).
  • Teilen Sie bitte mit, ob Sie zu schlechter Narbenbildung oder gar Keloidneigung (Narbenwucherung) neigen.
  • Geben Sie bitte alle Medikamente und Naturheilmittel an, die Sie z.Zt. einnehmen.
  • Befolgen Sie bitte sorgfältig alle Anweisungen, die wir Ihnen bezüglich Ihrer Ess- und Trinkgewohnheiten sowie Ihres Nikotinkonsums geben.
  • Vermeiden Sie bitte  Aspirin und Aspirinenthaltende Medikamente, ebenso nicht-steroidale Entzündungshemmer (z.B. Ibuprofen, Diclofenac und Indometacin) zwei Wochen vor der Behandlung.
  • Veranlassen Sie bitte, dass Sie jemand nach der Operation bzw. nach der Entlassung aus der Klinik nach Hause fährt.
  • Informieren Sie uns bitte unverzüglich, falls Sie Fieber oder andere Anzeichen einer Infektion nach der Behandlung bemerken.

Sagen Sie uns bitte ob Sie eine der genannten Vorerkrankungen haben:

  • Schilddrüsenerkrankungen
  • hoher Blutdruck oder Kreislauferkrankungen
  • Herzerkrankungen  
  • Beinvenenthrombosen
  • Diabetes mellitus
  • andere schwere Vorerkrankungen

Die Informationen auf dieser Webseite sind nur als eine Einführung zum besseren Verständnis von kosmetischen plastischen Operationen gedacht und sollten nicht dazu verwendet werden, um einzuschätzen, ob eine jeweilige Behandlung für Sie persönlich angezeigt ist. Ebenso wenig ist der Inhalt als eine Garantie für das Ergebnis einer Behandlung zu verstehen.

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