Kosmetische Chirurgie - Gesicht - Kopf
Haartransplantation
Wenn Sie das Glück haben, mit 50 immer noch volles Haar
zu besitzen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie Ihr
Haar für immer behalten. Leider ist bei vielen Männern
Haarausfall aber unvermeidlich. Ungefähr 80% aller Männer
erleben ein gewisses Maß an Haarausfall, was sich auf die
eine oder andere Art auf das Selbstbewusstsein auswirkt.
Viele Männer, aber auch Frauen werden nervös und unsicher,
wenn ihr Haar sich immer weiter ausdünnt und schließlich
ausfällt.
In den meisten Fällen ist Haarausfall nicht krankhaft
bedingt, sondern genetisch vorbestimmt.
Haarausfall beginnt meist im mittleren Alter, kann aber
auch schon bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
auftreten. Manchmal kann auch eine Generation ausgelassen
werden. Auch ist es nicht wahr, dass eine Veranlagung zum
Haarausfall von der mütterlichen Seite der Familie vererbt
wird, wie es lange Zeit behauptet wurde. Wissenschaftler
wissen bis heute nicht genau, wie diese Veranlagung weiter
vererbt wird.
Es gibt einige Behandlungsmethoden um einen schön
behaarten Kopf wieder herzustellen. Die am weitesten
verbreitete Methode ist die sog. Haarverpflanzung
oder Eigenhaartransplantation.
Bei einer Haarverpflanzung werden Haarwurzeln
(Haarfollikel) von einer behaarten Stelle am Kopf
entnommen und diese dann in die Region des Haarausfalls
eingesetzte (verpflanzt / transplantiert). So genannte
Micrografts (Gewebestücke aus 2-3
Haarwurzeln) und Minigrafts (Gewebestücke
aus 4 und mehr Haarwurzeln) werden dann hinter der
Haarlinie eingesetzt um die Haardichte zu erhöhen.
Wenn Sie sich für eine Haarverpflanzung interessieren,
können Ihnen die folgenden Informationen einen ersten
Einblick in die Behandlungsverfahren geben. Für
ausführlichere Informationen darüber, wie diese Behandlung
Ihnen helfen kann, vereinbaren Sie bitte einen
persönlichen Beratungstermin.
Leider dürfen wir Ihnen aufgrund
der Vorgaben des deutschen Heilmittelwerbegesetzes (HWG)
keine Vorher-Nachher Bilder zeigen, was wir sehr
bedauern.
Wir dürfen Ihnen aber
ausländische Seite ans Herz legen, bei denen genau die
gleichen Techniken wie bei uns angewendet werden, da sich
unser ärztlicher Leiter Dr. Michael Kremer u.a. bei diesen
Ärzten fortgebildet hat. Beispiele wären Dr. L. Bosley in
Dallas (http://www.bosley.com/whybosley/photogallery.php),
Dr. J. Epstein in Miami (http://www.foundhair.com/pages/gallery.shtml)
oder Dr. Peruzzo in Sao Paolo (www.peruzzo.med.br/index.asp
und http://de.youtube.com/watch?v=Wx3s6ZzGAqw).
Was sind die besonderen Vorteile einer
Eigenhaarverpflanzung ?
Mit Hilfe der Haarverpflanzung kann eine
natürliche Haarverteilung auf dem Kopf erreicht
werden. Während bei Eigenhaarverpflanzungen keine
zusätzlichen, neuen Haare hinzugefügt werden, kann dennoch
der Eindruck von mehr vorhandenem Haar verschafft werden.
Was passiert bei der Beratung ?
Bevor eine Haarverpflanzung bei Ihnen durchführt, muss
eine ausführliche Untersuchung und Beratung
erfolgen. Während der Beratung wird die von ihnen
gewünschten Veränderungen besprochen. Es werden Ihnen die
verschiedenen Behandlungsoptionen erläutert, sowie die
jeweiligen Risiken und Nebenwirkungen. Ebenfalls wird
Ihnen Einzelheiten zu der meist verwendeten örtlichen
Betäubung erklärt.
Zunächst muß Ihre Krankengeschichte aufgenommen werden.
Photos werden anfertigt und Ihnen genaue Anweisungen
geben, wie Sie sich auf eine mögliche Behandlung
vorbereiten sollten. Bitte sagen Sie, ob Sie bereits schon
einmal eine Haarverpflanzung hatten, ob Sie rauchen oder
ob Sie irgendwelche Medikamente, vor allem
Acetylsalicylsäure (ASS) einnehmen.
Abschließend erhalten Sie einen Kostenvoranschlag, welcher
die gewählte Behandlungsmethode sowie die Menge der zu
verpflanzenden Haarwurzeln berücksichtigt.
Welche Behandlungsmöglichkeiten habe ich ?
Heutzutage werden zwei Methoden am
häufigsten in der Eigenhaartransplantation verwendet, die
sogenannte FUT (Follicular Unit
Transplant) und die FUE (Follicular Unit
Extraction) Technik. Jede hat ihren Stellenwert und es
muss individuell nach Ausmaß der zu verpflanzenden
Haarwurzeln entschieden werden, welche Methode besser für
den einzelnen Patienten geeignet ist. Das Prinzip ist aber
immer gleich: gesunde Haare mit Wurzeln aus der Region aus
dem Bereich des sog. Haarkranzes
(Hinterkopf, wo Haare praktisch immer bis ins Alter
wachsen) werden entnommen und gleich in
die kahlen Stellen - meist im vorderen und zentralen
Bereich des Skalps - eingepflanzt. Sie
wachsen dort fest und der Bereich, aus dem Haare entfernt
wurden, bleibt relativ unauffällig. Das verpflanzte Haar
wächst nach Einwachsen der Haarwurzeln weiter so wie es
vorher am Hinterkopf zuverlässig gewachsen ist. Es dünnt
sich nicht mehr aus, es sei denn, die Haar am Hinterkopf
würden sich mit zunehmenden Alter aus ausdünnen und
ausfallen. Zusammengefasst werden also Haare, welche wohl
anders genetisch / hormonell programmiert sind, von einer
Region der Kopfhaut zu einer anderen verlagert.
Bei der FUT wird ein querer
Hautstreifen mit mehreren Hundert bis Tausend
Haarfollikeln entfernt und die Haut an der Entnahmestelle
wieder vernäht. Es kann die Entnahmestelle so
mobilisiert werden, dass eine spannungsfreie Wunde und
damit eine dünne (haarlose) Narbe von nur 1-3 mm Breite
entsteht, welche durch die oberhalb gelegenen Haare meist
bestens verdeckt wird. Aus diesem Hautstück werden dann
viele Hundert Haarfollikel ausgestanzt und schließlich in
der entsprechenden Verlaufsrichtung weiter vorne
eingepflanzt. Vorteil: es können sehr effizient in einer
Sitzung sehr viele Haare verpflanzt werden und die
Entnahmestelle ist nicht kahl. Nachteil: es besteht eine
quere Hautnarbe, die jedoch kaum bis
nicht auffällt.
Bei der FUE werden aus dem Haarkranz
Haarwurzeln mit speziellen Hohlandeln ausgestanzt,
es muss keine Haut entfernt werden. Vorteil: keine
Hautnarbe am Hinterkopf. Nachteil: es können nicht so
viele Haarwurzeln entfernt werden wie bei der FUT, denn
ansonsten wäre ja die Entnahmeregion kahl! Weiterer
Nachteil: Haarwurzeln können leichter verletzt werden, da
die Verlaufsrichtung nicht so leicht zu erkennen ist, wie
wenn ein Hautstreifen vor dem Arzt liegt und er ihn sich
von allen Seiten ansehen kann, bevor er die Haarfollikel
entnimmt. Aus den o.g Gründen kommt diese Methode also
dann in Betracht, wenn nicht so viele Haare verpflanzt
werden brauchen.
An dieser Stelle muss Darstellungen von sog.
"Haarberatern" im Internet widersprochen werden, welche
die FUE als die angeblich heutzutage einzig richtige
Methode darstellen. Sie ist für Patienten obendrein
teurer, evtl. wird sie deshalb von dort aus so propagiert.
Wir distanzieren uns von solchen pauschalen Aussagen!
Vor dem Einpflanzen werden in der Empfängerregion
kleine Stiche mit dem Skalpell, Stanzen oder
einem Laser gemacht. Die Haarwurzeln werden dann
vorsichtig eingepflanzt und zwar so, dass das
Verteilungsmuster, die Wuchsrichtung und
der Austrittswinkel aus der Haut natürlich sind.
Es braucht keinerlei Kleber oder ähnlicher Substanzen, da
der Körper die verpflanzten Haare mit klebrigem Wundserum
sogleich ausreichend festhält.
Wie lange dauert eine Eigenhaarverpflanzung ?
Eine Sitzung kann je nach Aufwand zwischen 2 und 6
Stunden dauern. Evtl. müssen aber auch mehrere kürzere
Behandlungen in einem gewissen zeitlichen Abstand
durchgeführt werden.
Wo wird die Haartransplantation durchgeführt ?
Haarverpflanzungen werden im praxiseigenen OP
durchgeführt, denn es ist in aller Regel nur eine örtliche
Betäubung notwendig. Sollte eine tiefere Sedierung, also
ein Dämmerungsschlaf mit Überwachungspflichtigkeit
indiziert sein, ist die Überwachung durch einen Facharzt
für Anästhesie gewährleistet. Auch bei der örtlichen
Betäubung spüren Sie kaum mehr als ein Ziehen oder
ähnliches.
Wieviel Schmerzen werde ich haben ?
Schmerzempfindung ist etwas sehr individuelles und
hängt natürlich auch von der Art und dem Ausmaß einer
Operation ab. Haarverpflanzungen werden meist in örtlicher
Betäubung durchgeführt und sind daher eigentlich während
der Durchführung schmerzfrei. Die Gabe der örtlichen
Betäubung kann ähnlich wie beim Zahnarzt empfunden werden,
wobei es nach Aussage vieler unserer Patienten als weniger
unangenehm empfunden wurde. Nach der Behandlung kann es zu
einem Spannungsgefühl und leichten Schmerzen kommen,
welche gut mit leichten Schmerztabletten behandelt werden
können. Diese Beschwerden lassen innerhalb von Stunden bis
wenigen Tagen nach.
Was habe ich in der Zeit nach der
Haarverpflanzung zu erwarten ?
Wie oben bereits gesagt, kann es in den ersten 2-3
Tagen leichte Schmerzen im Bereich der Haarentnahmestelle
am Hinterkopf und an der mit verpflanzeten Haarfollikeln
behandelten Kopfhautfläche geben. Leichte Kopfschmerzen,
Schwellung und auch blaue Flecken bis hinunter zu den
Augen können vorkommen.
Normalerweise wird ein Kopfverband angelegt, welcher für
diese Zeit angelegt bleiben sollte. Die Hautfäden am
Hinterkopf lösen sich selbst auf, die Unannehmlichkeit des
Fadenentfernens kann Ihnen daher erspart bleiben! Wir
bieten an, Ihnen das Haar / die Kopfhaut beim ersten
Verbandswechsel in der Praxis professionell zu waschen.
Oberflächliche Hautschuppungen in den operierten Regionen
kann es bis 8-10 Tage nach der Operation geben, eine
gewisse Taubheit kann auch für bis zu 2-3 Monaten
bestehen.
Es besteht immer ein gewisses Risiko, dass sich
verpflanzte Haare lösen, aus diesem Grund dürfen Sie
natürlich auf keinen Fall an Krusten o.ä. manipulieren
oder sich gar einer starken körperlichen Anstrengung wie
Sport etc. aussetzen, bis alle Krusten von allein
abgefallen sind! Normale Tätigkeiten können natürlich
ausgeführt werden.
Ca. 2 Tage nach der OP fallen die Haare aus den
verpflanzten Haarfollikeln aus, was völlig normal und zu
erwarten ist! Das ist dadurch bedingt, dass durch die
Verpflanzung die Durchblutung der Haare für einige Zeit
unterbrochen war. Es kommt aber darauf an, dass die
Haarfollikel einwachsen und dann neue Haare bilden.
In den ersten 1,5 Monaten wächst wenig oder gar
kein Haar, das ist völlig normal! Innerhalb von 3
Monaten werden aber neue Haare aus den verpflanzten
Haarfollikeln wachsen! Nach weiteren 3 Monaten können bei
Bedarf im Rahmen einer 2. Sitzung weitere Haarfollikel zur
Verdichtung eingepflanzt werden, wenn Sie das wünschen.
Da die Haarfollikel aus dem Haarkranz gewonnen wurden, wo
Haare meist bis ins hohe Alter wachsen, müssten die
verpflanzten Haare ebenfalls für lange Zeit wachsen.
Natürlich kann es aber sein, dass trotz optimaler Technik
einige Haarfollikel nicht anwachsen oder dass Sie mit
zunehmenden Alter dünner werden, wenn dies im Bereich des
Haarkranzes ebenso ist.
Im Bereich der Entnahmestelle bei der FUT entsteht eine
ca. 1-4 mm breite Narbe, welche in der Regel von oberhalb
davon liegendem Haar verdeckt wird. In der Narbe können
per se keine Haare wachsen, da das Milieu dort keine guten
Voraussetzungen für die Durchblutung von Haarfolliken
darstellt.
Ideale Patientenvoraussetzungen:
Im allgemeinen können Frauen und Männer jeden Alters
eine Haarverpflanzung vornehmen lassen, wenn sie
- alt genug sind um die Behandlung zu verstehen
- über die Möglichkeiten aber auch die Grenzen und
Risiken Bescheid wissen
- bei guter körperlicher Gesundheit sind
- psychisch stabil sind
- realistische Erwartungen haben und gut im Hinblick
auf das zu erwartende Ergebnis informiert sind
- Nichtraucher sind
- gesundes Haar im Bereich des Haarkranzes haben
- über die Zusammenhänge zwischen vorgegebener
Haarstruktur und dem möglichen Ergebnis informiert sind
Risiken und Nebenwirkungen:
Komplikationen sind in aller Regel selten, wenn ein
eingespieltes Haarverpflanzungsteam aus plastischem
Chirurg und OP-Schwestern mit langjähriger Erfahrung
solche Eingriffe durchführt. Sie können selbst die Risiken
minimieren, wenn Sie den Anweisungen vor und nach der
Behandlung genauestens Folge leisten, insbesondere:
- Narben können sowohl an der Entnahmestelle wie auch
der Einpflanzungsstelle auftreten, sie werden aber meist
durch darüber wachsendes Haar gut verdeckt.
- An der Einpflanzungsstelle kann es zu einer
Infektion mit im "schlimmsten" Fall Haarfollikel Verlust
kommen. Aus diesem Grund verschreibt Ihnen unser
ärztlicher Leiter Dr. M. Kremer prophylaktisch
Antibiotika
- Sie dürfen auf gar KEINEN FALL rauchen, denn dadurch
werden die empfindlichen. gerade eingepflanzten
Haarfollikel extrem gefährdet, weil sie zu wenig
Sauerstoff und Nährstoffe erhalten und nicht zeitgerecht
einwachsen können. Rauchen "killt" frisch eingepflanzte
Haarfollikel.
Bitte nicht vergessen:
- Sagen Sie bitte unbedingt, ob Sie Allergien haben
(Nahrungsmittel, Medikamente, andere Substanzen).
- Teilen Sie bitte mit, ob Sie zu schlechter
Narbenbildung oder gar Keloidneigung (Narbenwucherung)
neigen.
- Geben Sie bitte alle Medikamente und Naturheilmittel
an, die Sie z.Zt. einnehmen.
- Befolgen Sie bitte sorgfältig alle Anweisungen, die
Ihnen bezüglich Ihrer Ess- und Trinkgewohnheiten sowie
Ihres Nikotinkonsums gibt.
- Vermeiden Sie bitte Acetylsalicylsäure und
Acetylsalicylsäure enthaltende Medikamente ab zwei
Wochen vor der Behandlung.
- Veranlassen Sie bitte, dass Sie jemand nach der
Operation bzw. nach der Entlassung aus der Klinik nach
Hause fährt.
- Informieren Sie mich bitte unverzüglich, falls Sie
Fieber oder andere Anzeichen einer Infektion nach der
Behandlung bemerken.
- Benutzen Sie eine Kühlmaske um die Schwellung und
Schmerzen nach der Behandlung zu verringern.
- Vermeiden Sie anstrengende körperliche Tätigkeiten
an den ersten Tagen nach dem Eingriff.
Die Informationen auf dieser Web-Seite sind nur
als eine Einführung zum besseren Verständnis von
kosmetischen plastischen Operationen gedacht und sollten
nicht dazu verwendet werden um einzuschätzen, ob eine
jeweilige Behandlung für Sie persönlich angezeigt ist.
Ebenso wenig ist der Inhalt als eine Garantie für das
Ergebnis einer Behandlung zu verstehen.
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