Wie funktioniert eine Absaugung an den Oberschenkeln?

Veröffentlicht in FAQ-Fettabsaugung (Oberschenkel)

Vor der Fettabsaugung zeichnet der Arzt genau die Stellen an Ihren Oberschenkeln an, wo Fett entfernt werden soll. Dann wird eine Armvene punktiert und ein Tropf angehängt um sicher zu stellen, dass Ihr Flüssigkeits- und Mineralhaushalt während der Operation ausgeglichen bleibt.

Zu Beginn der Operation macht der behandelnde Arzt einen kleinen Hautschnitt, meist im Bereich der Gesäßfalte, der Oberschenkelaußenseite oder im Bereich der Leiste, und führt dann feine Fettabsaugungskanülen in die Gegend der Fettansammlungen ein. Mit diesen Kanülen können die Fettdepots entfernt werden und dem Bauch eine ansprechende Form gegeben werden. Es gibt eine ganze Reihe von verschiedenen Absaugkanülen, die sich jeweils in Ihrer Länge, Ihrem Durchmesser oder der Formung der Spitze unterscheiden. Das unliebsame Fett wird durch einen Unterdruck entfernt und die Haut, Muskeln, Nerven und größeren Blutgefäße bleiben unversehrt.

Bei der "Tumeszenz-Technik (feuchte Technik)" wird vor der eigentlichen Absaugung ein örtliches Betäubungsmittel und Adrenalin in die Fettdepots injiziert, was die Auflösung und Entfernung der Fettdepots leichter macht. Diese zusätzliche Flüssigkeit minimiert auch die Beeinträchtigung des umgebenden Gewebes und verringert postoperative Schwellung und Schmerzen Durch die Verabreichung von Adrenalin wird die Blutungsneigung während der Operation verringert, was noch zusätzlich das Operationsrisiko vermindert.

Wir verwenden als Weiterentwicklung die sog. Vibrations-Liposuktion (PAL) in Tumeszenz-Technik. Mit dieser Technik, bei der die Absaugkanüle automatisch "oszillierend" mehrere hundert Mal pro Sekunde automatisch bewegt wird, können bei bestmöglicher Gewebeschonung und minimaler Blutungsneigung Fettdepots zügig entfernt und Konturen exakt geformt werden. Hierdurch verringert sich die Narkose- oder Dämmerschlafdauer. Ich verwende sehr kleine Hautschnitte (3-4 mm) und zudem möglichst wenige.

Eine andere Methode, die sog. Ultraschall-Liposuction, ist in den letzten Jahren entwickelt und von den Herstellern vermarktet worden. Es gibt aber bis heute keinerlei wissenschaftlich fundierte Angaben darüber, ob dieses Verfahren gegenüber der klassischen Fettabsaugung irgendwelche Vorteile hat. Ganz im Gegenteil gibt es eine Reihe von Nachteilen und auch Gefahren, wie etwa das Risiko einer Hautverbrennung, da die Absaugkanülen-Spitze sehr heiß werden kann. Wir raten von dieser Behandlung ab.

Bei einer älteren Methode der Liposuctione, der sog. "trockenen Fettabsaugung", wurden keine Mittel zur Fettauflösung und zur örtlichen Betäubung verwendet, weshalb auch immer eine Vollnarkose notwendig war. Diese Technik wird heute nur noch selten und von uns gar nicht angewendet.

Die oberflächliche Liposuction ("superficial liposculpture") ist eine Technik, bei der mit sehr dünnen Kanülen die oberflächliche Lederhautschicht von unten bearbeitet wird. Dadurch wird ein Schrumpfungseffekt der Haut erreicht, weshalb diese Technik vor allem bei etwas älteren Patienten gute Erfolge erzielt.

Die individuell von uns verwendete Technik hängt von unterschiedlichen Faktoren ab wie z.B. der genauen Lokalisation der Fettdepots, der Menge des zu entfernenden Fetts oder der Hautelastizität.