Welche Komplikationen sind möglich, welche Risiken gibt es?

Veröffentlicht in FAQ-Brustangleichung

Brustvergrößerung: Komplikationsmöglichkeiten können sein: postoperative Infektion, Nachblutung mit Hämatombildung, Ruptur des Implantates mit Volumenverlust und Leckage, Kapselkontraktur, Gefühlsverminderung von Brustwarze und Brusthaut sowie Verrutschen des Implantates.

Brustverkleinerung: Das Stillen kann nach einer Brustverkleinerung evtl. nicht mehr möglich sein, weil durch die Operation viele der Milchgänge entfernt worden sind. Außerdem verbleiben dauerhafte Narben auf der Brust. Mit Hilfe einer Fettabsaugung kann die Brustgröße ohne größere Narben verringert werden. Die meisten Frauen wählen diese Behandlungsform aber nicht, weil dadurch ein vermehrtes Durchhängen der Brüste ("Ptose") verursacht wird, weil die Haut ja nicht gestrafft wird.

Risiken:

Brustvergrößerung: In der Vergangenheit hat es eine rege Diskussion in der Öffentlichkeit über mögliche Nebenwirkungen von Silikon-gefüllten Brustimplantaten gegeben. Bis heute konnte jedoch kein Zusammenhang mit der Entstehung von Brustkrebs oder Rheuma nachgewiesen werden. Jede Operation birgt selbstverständlich gewisse Risiken und Komplikationsmöglichkeiten, wie z.B. Infektion, Nachblutungen, Risiken der Narkose oder die Notwendigkeit von weiteren Korrekturoperationen.

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und Krebsentstehung beim Menschen und große klinische Untersuchungen haben sogar gezeigt, dass Brustkrebs bei Frauen, die Brustimplantate haben, sogar weniger häufig auftritt. In tierexperimentellen Studien an speziellen Rattenstämmen, die zur Ausbildung von Geschwülsten neigen, hat das Silikonmaterial aus Brustprothesen eine seltene Krebsart ausgelöst, was bei Menschen nicht nachgewiesen werden konnte.

Lesen Sie zu diesem Thema mehr auf der sehr informativen Webseite der amerikanischen Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA).

Weitere spezielle Nebenwirkungen von Brustimplantaten können sein:

  • Kapselkontraktur: dies tritt unvorhersehbar auf, wenn die natürliche Narbe um das Implantat (bindegewebige "Kapsel") sich zusammenzieht und sich die Brust zunahmend hart anfühlt. Kapselkontrakturen treten häufiger bei Silikongel-gefüllten Implantaten auf und seltener bei Kochsalz-gefüllten.
  • Gefühlsminderung von Brust oder Brustwarze: bessert sich zumeist innerhalb weniger Wochen, kann aber dauerhaft fortbestehen.
  • Ausbildung von Hautfalten: abhängig von Hautdicke, Implantatart- und -größe. Vor allem dann sichtbar, wenn sich das Implantat bewegt.
  • Ruptur: wenn das Implantat an Flüssigkeitsvolumen verliert, akut oder über längere Zeit. In diesem Fall sollte das Implantat ausgetauscht werden.

Brustverkleinerung: Bei Brustverkleinerungen sind schwere Komplikationen jedoch äußerst selten, es kann jedoch zu einem erheblichen Blutverlust auf Grund des Ausmaßes der Operation kommen. Auch ist es nicht selten, dass kleine Wundbereiche nur langsam heilen oder sich entzünden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich um die Brustwarzen herum kleine Hautdefekte ausbilden, die lokal mit Antibiotika-Cremes behandelt werden können. Wenn Sie unseren Anweisungen vor und nach der Operation genau befolgen, können Sie diese Risiken minimieren.

Wie bereits gesagt kann das Stillen nach einer Brustverkleinerung evtl. nicht mehr möglich sein, weil durch die Operation viele der Milchgänge entfernt worden sind. Einige Patienten können evtl. eine dauerhafte Gefühlsminderung der Brust oder der Brustwarzen haben. Nur selten kommt es zu schweren Durchblutungsstörungen der Brust oder der Brustwarzen, die mit Gewebeverlusten einhergehen.