Wie funktioniert eine Brustvergrößerung?

Veröffentlicht in FAQ-Brustvergrößerung

Bei einer Brustvergrößerung wird zunächst ein Hautschnitt gemacht, das Brustgewebe angehoben, eine Implantattasche gebildet und schließlich ein Brustimplantat eingeführt. Der Hautschnitt kann an folgenden Stellen vorgenommen werden: in der Unterbrustfalte, um den Brustwarzenvorhof herum oder in der Achselhöhle.

Die Brustimplantate können entweder unter dem Brustmuskel (Musculus pectoralis major) oder zwischen Brustdrüse und Brustmuskel eingebracht werden. Die Entscheidung darüber, wo die Implantate positioniert werden, hängt von der Form Ihrer Brust, der Größe und damit des Gewichts der Implantate sowie anderen Gesichtspunkten ab. Es ist NICHT korrekt, dass es "besser" sei, Implantate z.B. unter den Muskel zu legen, auch wenn dies bei der Mehrzahl unserer Patientinnen so durchgeführt wird. Es kann ganz im Gegenteil bei z.B. einer sehr schlaffen Brust und Wunsch nach einem kleinen Implantat von vornherein falsche sein, das Implantate unter den Muskel zu legen, da ein kleines Implantat dann gar nicht die hängende Brust ausfüllen kann, da es vom Muskel sozusagen "eingeklemmt" wird. Das Thema ist sehr komplex und muss absolut individuell im Rahmen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient entschieden werden.

Obwohl es heutzutage eine Vielzahl an Brustimplantaten gibt, werden zumeist Implantate mit einer weichen Silikonschale verwendet, die mit Silikongel gefüllt sind. Unter gewissen Voraussetzungen, wie z.B. bei der Brustwiederherstellung, können auch mit Kochsalzlösung gefüllte Implantate verwendet werden, dies ist aber mittlerweile sehr selten geworden, da die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA nach jahrelanger Forschung das Material "Silikon" als unbedenklich bewertet hat. Wir werden mit ihnen gemeinsam die Auswahl des geeigneten Implantats besprechen und versuchen, Ihnen die Größenveränderung durch die Operation verständlich zu machen.

In den meisten Fällen wird eine Brustvergrößerung in Vollnarkose durchgeführt, wenn auch eine örtliche Betäubung in Verbindung mit einer intravenösen Gabe von Beruhigungsmitteln möglich ist.