Kosmetische Chirurgie - Brustkorrekturen
Brustverkleinerung -
Reduktionsplastik
Eine
Brustverkleinerung
wird von vielen Frauen gewünscht, um körperliche
Einschränkungen sowie Beschwerden im Bereich des Halses,
der Schultern und des Nackens zu lindern, die durch zu
große Brüste bedingt sind. Die Beschwerden können
chronische Kopfschmerzen, Haltungsschäden, Schulterfurchen
und Hautirritationen verursachen. Bei einer
Brustreduktion
wird überschüssiges
Brustgewebe entfernt, um die Brust neu zu formen,
anzuheben und so dem Körper insgesamt besser anzupassen.
Sollten Sie bedingt durch Ihre Brustgröße an einigen der
o. g. körperlichen Beschwerden leiden, besteht evtl.
Leistungspflicht Ihrer Krankenkasse. Wenn Sie an einer
Brustverkleinerung interessiert sind, können Ihnen die
folgenden Informationen einen ersten Einblick in dieses
Behandlungsverfahren geben. Für ausführlichere
Informationen darüber, wie diese Behandlung Ihnen helfen
kann, vereinbaren Sie bitte einen persönlichen
Beratungstermin.
Wie kann Ihnen eine Brustverkleinerung helfen?
Eine Brustreduktionsplastik kann zuverlässig die Größe und
das Gewicht von schweren Brüsten verringern und ermöglicht
dadurch wieder einen aktiveren Lebensstil. Viele Frauen
verspüren nach der Operation eine Linderung ihrer
chronischen Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen. Der
hauptsächliche Nutzen dieser Operation ist eine
funktionelle Verbesserung, aber durch die gleichzeitige
Bruststraffung verbessert sich auch Ihr Aussehen und Ihr
Körpergefühl.
Was geschieht bei der persönlichen Beratung?
Während der persönlichen Beratung haben Sie die
Gelegenheit, über die Änderungen zu sprechen, die Sie am
Aussehen Ihrer Brüste gerne vornehmen lassen möchten. Da
es sich hierbei um eine sehr persönliche Entscheidung
handelt, nehmen Sie sich bitte die Zeit, Ihre Bedenken und
Vorstellungen genau zu besprechen, insbesonders auch was
die gewünschte Größe und Form Ihrer Brüste betrifft.
Nehmen Sie Fotos mit, um zu zeigen, welche Brustgröße
Ihnen zusagt. Sagen Sie bitte, ob Sie derzeit Medikamente
einnehmen und ob Vorerkrankungen bestehen.
Während der Beratung werden wir Ihnen die verschiedenen
Möglichkeiten, die Sie haben, aufzeigen. Wir werden Ihnen
erklären, wie Ihr Alter, die Größe und die Form Ihrer
Brüste und die Qualität Ihrer Haut sich auf das
Operationsergebnis auswirken können. Wir werden mit Ihnen
die Operation selbst im Detail besprechen, Ihnen die
Risiken und Grenzen darstellen und über die notwendige
Narkoseform mit Ihnen sprechen.
Wir werden dann Ihre Brüste untersuchen und Fotos zur
Dokumentation anfertigen lassen. Wir werden Sie evtl. auch
bitten, eine neue Mammographie durchführen zu lassen.
Stellen Sie bitte alle Fragen, die Sie zu dieser
Behandlungsform haben. Anhand dieser Informationen können
Sie sich dann weitere Gedanken machen und eine
Entscheidung treffen.
Anmerkung: Einige gesetzliche und private Krankenkassen
übernehmen die Kosten für die Behandlung, wenn sie
medizinisch notwendig erscheint. Bitte setzen Sie sich mit
dem Medizinischen Dienst Ihrer Krankenkasse in Verbindung,
um hierzu mehr Informationen zu erhalten. Es kann sein,
dass Sie ein Notwendigkeitsschreiben von uns und Ihrem
Hausarzt bzw. Frauenarzt sowie Fotos oder andere Dokumente
benötigen.
Wie wird eine Brustverkleinerung durchgeführt?
Meist werden für eine Reduktionsplastik Hautschnitte
gemacht, die einem Schlüssellochmuster entsprechen. Der
Brustwarzenhof wird umschnitten und dieser Schnitt wird
dann bis in die Unterbrustfalte fortgesetzt. Das
überschüssige Brustdrüsengewebe, Fettgewebe und Haut
werden entfernt und der Brustwarzenkomplex wird dann in
seine neue Position gebracht. Es wird dann die Haut von
beiden Seiten um den Warzenvorhof gestrafft, sodass die
Brust eine neue, ästhetischere Form bekommt . Es
resultiert zum Schluss eine umgekehrt T-förmige Hautwunde
bzw. Narbe.
Bei einigen Frauen kann evtl. der horizontale Schnitt im
Bereich der Unterbrustfalte weggelassen werden. Ob so eine
"vertikale Mammaplastik" bei Ihnen gemacht werden kann,
hängt von der Größe Ihrer Brüste ab, der Menge des zu
entfernenden Gewebes sowie der Beschaffenheit des
Brustgewebes ab und wird mit Ihnen besprochen.
In den allermeisten Fällen werden die Brustwarzen an ihren
Blutadern und Nerven belassen. Sollten Ihre Brüste jedoch
sehr groß sein und stark nach unten hängen, kann es sein,
dass die Brustwarzen kurzzeitig von ihrer Verbindung zur
Brust gelöst werden und an höherer Stelle wieder
eingepflanzt werden. Das ist dann mit einem meist
dauerhaften Gefühlsverlust des Brustwarzenkomplexes und
absoluter Stillunfähigkeit verbunden.
Evtl. kann auch eine Fettabsaugung bei der
Brustverkleinerung Anwendung finden.
Eine Brustverkleinerung über einen Schnitt um den
Brustwarzenvorhof (periareolär) kann dann angewendet
werden, wenn nicht zu viel Haut entfernt werden muss.
Diese Methode hat den Vorteil, dass die Narben kaum
sichtbar sind. Das Verfahren hat aber die Tendenz, eine
relativ flache Brustform zu herbeizuführen. Wir werden die
verschiedenen Methoden zur Brustverkleinerung mit Ihnen
besprechen und Ihnen das Verfahren empfehlen, das wir für
Sie am besten geeignet halten.
Wie lange dauert die Operation?
Eine Brustreduktionsplastik dauert etwa 3-4 Stunden. Die
Dauer der Operation hängt vom Ausmaß des Befundes und der
verwendeten Technik ab.
Kann die
Operation ambulant durchgeführt werden?
Die meisten Brustverkleinerungs-Operationen können
ambulant erfolgen. Sie können nach einigen Stunden aus der
Praxis wieder entlassen werden und abgeholt werden. Wenn
jedoch sehr viel Gewebe zu entfernen ist, werden wir Sie
länger postoperativ nach der Operation medizinisch
überwachen. Diese Operation wird immer in Vollnarkose
durchgeführt.
Wieviel Schmerzen werden Sie haben?
Obwohl die Hautschnitte bisweilen relativ groß erscheinen,
werden sie an eine Stelle gesetzt, wo die Brüste nicht
sehr empfindlich sind. Hinzu kommt, dass die Gefühlsnerven
durch das Gewicht der Brüste oft über lange Zeit gedehnt
worden sind, was die Haut ohnehin gefühlsärmer gemacht
hat. Deshalb können Schmerzen nach der Operation zumeist
mit einfachen Schmerzmitteln gelindert werden.
Nach der Operation fühlt es sich manchmal unangenehm an
aus dem Bett aufzustehen und zu gehen, ebenso kann es sich
unangenehm anfühlen, wenn die Brüste bewegt werden. Nach
einigen Tagen wird das jedoch besser.
Was haben Sie
nach der Operation zu erwarten?
Ihre Brüste werden mit einem Kompressenverband und einem
Spezial-BH verbunden sein, der die Brust stützt und
schützen soll. Evtl. haben Sie auch Drainagen, die für
einige Tage Wundflüssigkeit absaugen helfen.
Es ist wichtig, dass Sie die verschriebenen Medikamente
regelmäßig einnehmen. Jemand sollte Sie unbedingt abholen
und nach Hause fahren. Evtl. brauchen Sie zu Hause in den
ersten Tagen nach der Operation auch etwas Hilfe.
Wie lange dauert es, bis Sie sich von allem wieder erholt
haben?
Der Verband wird nach einigen Tagen entfernt werden. Sie
werden dann einen Stütz-BH für mehrere Wochen dauerhaft
tragen müssen, bis die Schwellung abnimmt und die Brust
von innen heilt.
Leichtere körperliche Tätigkeiten können schon nach
wenigen Tagen wieder aufgenommen werden, wenn sich Ihr
Brustkorb auch noch eine wenig unangenehm anfühlt.
Körperliche Aktivitäten wie Heben, Ziehen und Drücken
sollten aber für wenigstens 6 Wochen unterlassen werden.
Das unterstützt die Narbenheilung. Wir werden Ihnen genau
sagen, welche Aktivitäten Sie ausüben können.
Manche Frauen berichten in den ersten Monaten über
bisweilen plötzlich einschießende Schmerzen, besonders
während der Zeit der Menstruation. Bitte erwarten Sie eine
gewisse Gefühlsminderung im Bereich der Brustwarzen und
der Brusthaut, was zumeist durch die Schwellung bedingt
ist. Oft wird dies schon in den ersten Wochen besser, eine
Normalisierung kann aber manchmal auch über ein Jahr und
mehr dauern.
Wie sieht das
langfristige Ergebnis bei den meisten Patientinnen aus?
Von allen Behandlungen in der kosmetischen Chirurgie
bringt eine Brustverkleinerung am schnellsten eine große
Veränderung mit sich. Der chronische Schmerz verschwindet,
der Körper ist besser proportioniert und Kleidung passt
besser. Einige Frauen brauchen allerdings etwas Zeit, um
sich an ihr neues Körpergefühl zu gewöhnen, auch wenn sie
die Veränderung gleich als positiv empfinden. Nach dieser
Gewöhnungsphase sind die meisten Patientinnen mit ihrem
Ergebnis sehr zufrieden.
Wir versuchen, die Hautnarben so unscheinbar wie möglich
zu machen, aber die Narbenbildung selbst ist doch nicht
unerheblich und ist dauerhaft. Diese Narben sind relativ
lang und können über einige Jahre gerötet oder dunkel
bleiben. Bei manchen Frauen werden die Narben breiter, bei
anderen blassen sie ab und werden weniger auffällig. Ein
schlechtere Narbenheilung und breitere Narbenbildung kommt
häufiger bei Rauchern vor. Da die Narben an Stellen sind,
die man eigentlich nur unbekleidet sieht, können sie
zumeist gut von Dessous oder Badekleidung bedeckt werden.
Das Stillen kann nach einer Brustverkleinerung nicht mehr
möglich sein, weil durch die Operation viele der
Milchgänge entfernt worden sind.
Wie lange hält
das Ergebnis an?
Ihre Brüste werden auf Dauer kleiner als vor der Operation
bleiben. Leider werden Ihre Brüste aufgrund der
Schwerkraft mit der Zeit ihre neue Form einbüßen und
langsam wieder durchhängen (sog. "Ptose"). Das nach der
Operation verbliebene Brustgewebe verhält sich wie
normales Brustgewebe: es vergrößert sich, wenn Sie Gewicht
zunehmen, Hormone einnehmen oder schwanger werden.
Ideale Patientenvoraussetzungen:
Im allgemeinen sind Frauen für eine Brustverkleinerung am
besten geeignet, die:
- 18 Jahre alt sind.
- reif genug sind, um den Umfang der Operation richtig
einschätzen zu können.
- durch die Größe der Brüste in alltäglichen Aktivitäten
eingeschränkt sind.
- körperliche Beschwerden und Schmerzen wegen ihrer Brüste
haben.
- z.Zt. nicht schwanger sind und nicht stillen
- nicht beabsichtigen, in der Zukunft zu stillen.
- in gutem allgemeinem und psychischem Zustand sind.
- ihr Aussehen verbessern wollen
- realistische Erwartungen haben
- Alternativen:
Eine Gewichtsabnahme kann manchmal helfen, die Größe der
Brüste zu verringern und sollte zuerst versucht werden.
Eine Hormongabe wird derzeit nicht empfohlen, außer als
Rezidivprohylaxe bei sehr jungen Frauen nach einer
Operation.
Mit Hilfe einer Fettabsaugung kann die Brustgröße ohne
größere Narben verringert werden. Die meisten Frauen
wählen diese Behandlungsform aber nicht, weil dadurch ein
vermehrtes Durchhängen der Brüste ("Ptose") verursacht
wird, weil die Haut ja nicht gestrafft wird. Eine
Fettabsaugung kann aber bei ausgewählten Patientinnen, wie
jungen Frauen mit fetthaltigen aber festen Brüsten, zu
hervorragenden Ergebnissen führen.
Risiken:
Jede Operation beinhaltet gewisse Risiken, so z.B.
Blutungen, Reaktionen auf das Narkosemittel und
Infektionen. Bei Brustverkleinerungen sind schwere
Komplikationen jedoch äußerst selten, es kann jedoch zu
einem erheblichen Blutverlust auf Grund des Ausmaßes der
Operation kommen. Auch ist es nicht selten, dass kleine
Wundbereiche nur langsam heilen oder sich entzünden. Es
besteht auch die Möglichkeit, dass sich um die Brustwarzen
herum kleine Hautdefekte ausbilden, die lokal mit
Antibiotika-Cremes behandelt werden können.
Wenn Sie unsere Anweisungen vor und nach der Operation
genau befolgen, können Sie diese Risiken minimieren.
Einige Patientinnen können evtl. eine dauerhafte
Gefühlsminderung der Brust oder der Brustwarzen haben. Nur
selten kommt es zu schweren Durchblutungsstörungen der
Brust oder der Brustwarzen, die mit Gewebeverlusten
einhergehen.
Rauchen vermindert bekanntermaßen die Durchblutung der
Haut und des Unterhautfettgewebes, was zu einem erhöhten
Risiko von Wundheilungsstörungen mit nachfolgend
dauerhafter Narbenbildung führen kann.
Bitte nicht vergessen:
Sagen Sie bitte unbedingt, ob Sie Allergien haben
(Nahrungsmittel, Medikamente, andere Substanzen).
Teilen Sie bitte mit, ob Sie zu schlechter Narbenbildung
oder gar Keloidneigung (Narbenwucherung) neigen.
Geben Sie bitte alle Medikamente und Naturheilmittel an,
die Sie z.Zt. einnehmen.
Befolgen Sie bitte sorgfältig alle Anweisungen, die wir
Ihnen bezüglich Ihrer Ess- und Trinkgewohnheiten sowie
Ihres Nikotinkonsums gibt.
Vermeiden Sie bitte acetylsalicylsäurehaltige Medikamente,
ebenso nichtsteroidale Entzündungshemmer (z.B. Ibuprofen,
Diclofenac und Indometacin) zwei Wochen vor der
Behandlung.
Veranlassen Sie bitte, dass Sie jemand nach der Operation
bzw. nach der Entlassung nach Hause fährt.
Informieren Sie uns bitte unverzüglich, falls Sie Fieber
oder andere Anzeichen einer Infektion nach der Behandlung
bemerken.
Bitte vermeiden Sie, dass die Operation während der Zeit
Ihrer Menstruation durchgeführt wird.
Die Informationen auf dieser Webseite sind nur als eine
Einführung zum besseren Verständnis von kosmetischen
plastischen Operationen gedacht und sollten nicht dazu
verwendet werden, um einzuschätzen, ob eine jeweilige
Behandlung für Sie persönlich angezeigt ist. Ebenso wenig
ist der Inhalt als eine Garantie für das Ergebnis einer
Behandlung zu verstehen.
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